Gewohnheiten
und Verhalten ändern
Die meisten nicht medikamentösen Therapien der Tabakabhängigkeit sind „kognitive Verhaltenstherapien“. Diese beinhalten zwei Konzepte: 1. Die Kognition bezieht sich auf das Gehirn des Menschen, d. h. die Art und Weise wie jemand denkt, wie er sich Dinge vorstellt. Die Zigarette als Freund oder als Feind zu sehen beruht z. B. auf einem kognitiven Prozess. 2. Das Verhalten bezieht sich auf alle Handlungen, die ein Mensch im Alltag ausführt. Ein Beispiel hierfür ist, sich in einer stressigen Situation oder bei einer komplizierten Denkaufgabe eine Zigarette anzuzünden. Die Zigarette wirkt direkt auf das Gehirn (Wirkung des Nicotins auf die Nicotinrezeptoren), und indirekt (Gesten, Gewohnheiten) auf das Verhalten. Die Kognition und das Verhalten sind somit stets verbunden. Die Wirksamkeit der kognitiven Verhaltenstherapie Eine Verhaltenstherapie verdoppelt nachweislich die Erfolgschance, dauerhaft Nichtraucher zu werden. Für andere nicht medikamentöse Verfahren, wie z. B. Akupunktur oder Hypnose, ist dagegen die Wirksamkeit nicht belegt. Die kognitive Verhaltenstherapie wird oft mit einer Nicotinersatztherapie kombiniert. In den Kursen zur Verhaltenstherapie werden Strategien erlernt, um das Rauchverlangen wirkungsvoll zu bekämpfen (Vermeidungsstrategien, Ersatzstrategien etc.). Der Raucher/Ex-Raucher erfährt auch die Einsicht, den Rauchstopp als eine wirkliche Verbesserung der Lebensqualität zu sehen. Das Selbstvertrauen des Rauchers, nicht zu rauchen, wird dabei ebenfalls gesteigert. Personen, die glauben sowohl den Willen als auch die Kenntnisse zu besitzen, um mit dem Rauchen aufzuhören, haben auch wirklich größere Erfolgschancen. Testen Sie Ihre Motivation, Ihr Selbstvertrauen und Ihre Strategien in unserer Rubrik "Testen Sie sich". |
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